Gärtnern mit der Natur stand im Mittelpunkt

Foto: Schütt
Das kann doch einen Fachberater nicht erschüttern: Trotz des Regens war das Interesse an den Führungen durch die Versuchsflächen ungebrochen groß
Am Samstag, dem 8. August 2009, war es wieder soweit: Mehr als 130 Gartenfreundinnen und Gartenfreunde waren diesmal der Einladung des Verlages W. Wächter und der Firma Bruno Nebelung Kiepenkerl-Pflanzenzüchtung gefolgt, um im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gartenfreund“-Expertenforum am „Kiepenkerl-Züchtertag“ auf dem Kaldenhof in Everswinkel bei Münster teilzunehmen.
In diesem Jahr drehte sich alles um das Motto „Erfolgreich und nachhaltig gärtnern mit der Natur“. Bernd Wenninghoff, Koordinator Kiepenkerl Profi-Line-Pflanzen, machte am Anfang seines Referates deutlich: „Der Anbau resistenter und toleranter Gemüsesorten ist die Grundlage für eine erfolgreiche Gemüsekultur.“
Von Tomatensorten, die gegen die von allen Gärtnern gefürchtete Kraut- und Braunfäule resistent sind, bis hin zu Salatsorten, die gegen den Befall durch Falschen Mehltau und die Grüne Salatblattlaus resistent sind, reichte das vorgestellte Sortenspektrum.

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Angelika Laumann zog die ZuhörerInnen mit ihren praktischen Demonstrationen zur Verwendung von Weidenruten im Garten in ihren Bann
Wie vielfältig Weidenruten im Garten eingesetzt werden können, zeigte Angelika Laumann vom Kreislehrgarten Steinfurt anhand von Bildern der verschiedensten Kletter- und Rankhilfen, von Bündelungen und besonders dekorativen Weidenbällen in Töpfen oder auch im Beet. Dass ihre These „Wen einmal das Weidenfieber gepackt hat, der kann gar nicht genug davon bekommen“ bei ihr auf jeden Fall zutrifft, davon konnten sich alle TeilnehmerInnen bei den praktischen Demonstrationen vor Ort überzeugen.
Die Vorteile des Anbaus von Gemüsepflanzen nach den Regeln der Mischkultur zeigte Raimund Schnecking, Produktberater bei der Firma Kiepenkerl, in seinem Vortrag auf. Er erläuterte, dass bei der klassischen Mischkultur verschiedene Gemüsearten in Mischung mit Küchenkräutern auf einem Beet angebaut werden. Die Mischkultur berücksichtige die unterschiedlichen Nährstoffbedürfnisse und das Wuchsverhalten der Pflanzen. Flach- und Tiefwurzler miteinander kombiniert, durchwurzelten den Boden optimal, so könnten die Nährstoffreserven des Bodens durch die richtige Pflanzenkombination bestens ausgenutzt werden.
Gärtnermeister Herbert Kleine Niesse, Verkaufsleiter bei Kiepenkerl, widmete sich dem Thema „Gründüngung“. Er erläuterte, dass ein gesunder Boden die Voraussetzung für gesundes Pflanzenwachstum sei. „Gründüngungspflanzen helfen, den Boden gesund zu erhalten, weil sie z.B. den Boden mit Nährstoffen versorgen, ihn bei Regen vor Erosion schützen und verhindern, dass Nährstoffe ausgewaschen werden. Außerdem versorgen sie nützliche Insekten mit Nahrung“, so der Fachmann.
Volker Schevel, Produktberater Zierpflanzen bei Kiepenkerl, ging der Frage nach, warum Blumenwiesenmischungen helfen, Nützlinge im Garten zu fördern. Er beantwortete die Frage anhand des folgenden Beispiels: „Schlupfwespen legen ihre Eier in die Kohlweißlingsraupen, damit sich ihre Larven von der Raupe ernähren können. Die adulten Schlupfwespen benötigen Nektar und Pollen als Nahrung, sodass Blütenpflanzen, die in der Nähe der Kulturpflanzen angebaut werden, Nützlinge anlocken“, erklärte Schevel.

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Mehr als 130 Kleingärtnerinnen und Kleingärtner waren am 8. August zum Kiepenkerl-Züchtertag auf den Kaldenhof gekommen, um mehr zu erfahren über das erfolgreiche und nachhaltige Gärtnern mit der Natur
Der Tag war aber nicht nur mit diesen interessanten Vorträgen ausgefüllt, in den Pausen war ausreichend Zeit zum Fachsimpeln und zur Besichtigung der Versuchsflächen, auf denen in diesem Jahr insbesondere die Gründüngungspflanzen die Aufmerksamkeit der FachberaterInnen auf sich zogen. Am Schluss der Veranstaltung waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig: Es war wieder ein interessanter, erlebnisreicher Tag auf dem Kaldenhof.
Sigrid Schütt,
Verlag W. Wächter GmbH
Stand:01.10.2009







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