Gartenpraxis Boden & Kompost Bodenverbesserung durch Kompost und Stalldung

Bodenverbesserung durch Kompost und Stalldung

Foto: Kiepenkerl 
Der Bienenfreund oder Büschelschön (Phacelia) ist nicht nur eine wichtige Bienenweide, sondern auch eine wichtige Gründüngungspflanze

Wird ein Garten neu angelegt, stellt sich oft die Frage: Muss der Boden vor der Bepflanzung erst verbessert werden? Viele Hobbygärtner bestellen große Mengen an Pferdemist oder Mutterboden. Doch nicht immer sind diese Zusätze eine Garantie für gesundes und üppiges Wachstum.

Pferdedung oder anderer frischer Stallmist sollte nicht direkt auf die Beete gelangen. Er enthält erhebliche Men­gen sofort ver­fügbarer Nährstoffe, die salzem­p­findliche Pflanzen schädigen können. Besser ist es deshalb, Stalldung ein Jahr abzulagern bzw. dem Kompost zuzufügen und diese Mischung erst dann auszubringen.

Der angelieferte Mutterboden darf nicht als oberste Schicht auf den vorhandenen Boden aufgebracht werden. Eine Durchmischung des Mutterbodens mit dem darunter befindlichen Gartenboden ist wichtig, um einen an­nähernd homogenen Boden herzustellen. Derart verbesserte Böden sollten vor einer In-Kultur-Nahme wenigstens einen Winter ruhen, damit sie sich setzen können und sich Bodenleben entwickelt.

Aber nicht immer sind Mist oder Mutterboden nötig. Auch das wiederholte Einsäen und Untergraben von Gründüngungspflanzen kann langfristig den vorhandenen Gartenboden deutlich verbessern. Die eingearbeiteten Gründüngungspflanzen erhöhen den Humusgehalt und sorgen für eine Lockerung des Bodens.

Bevor ein Garten neu angelegt wird, sollte der Boden wenigstens ein Jahr vorher durch geeignete Maßnahmen wie oben beschrieben gründlich vorbereitet werden. Das empfiehlt sich besonders dann, wenn der Boden z.B. durch den Einsatz schwerer Maschinen stark verdichtet wurde.

Maria Andrae



Stand:01.01.2006



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