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Zwiebelblumen verzaubern den Frühlingsgarten


Foto: IZB 
Nostalgie pur: In einem mit roman­ti­schen Ornamenten verzierten Gefäß wirkt dieses Ensemble aus Sternkugel-Lauch (Allium christophii) und Blau­zungen-Lauch (Allium karataviense) wie aus einer anderen Zeit


Blumenzwiebeln sind etwas ganz Besonderes. Ähnlich wie bei einem Samenkorn sieht man ihnen nicht an, was in ihnen steckt, und trotz ihres unspektakulären Äußeren entwickeln sich aus ihnen phantastische, farbenfrohe Pflanzen. Die kleinen Kraftpakete brauchen die Kälte des Winters als Auslöser für die Blüte im Frühjahr. Deshalb werden sie bereits im Herbst gepflanzt.
Die Auswahl schöner Zwiebelblu­men ist so groß, dass es durchaus möglich ist, den Frühlingsgarten in fast allen Farben des Regen­bogens erstrahlen zu lassen. Er kann aber auch ganz dezent von einer Far­be in verschiedenen Nuancen domi­niert werden.

Geheimnisvolle Farbkombinationen

Im Garten können die ursprünglichen Kräfte der Natur mit den nur schwer fassbaren Attributen des Ma­gischen und Mystischen eine be­sondere Synthese ein­gehen. Durch geheimnisvoll anmuten­de Farben, z.B. warme, dunkle Rot- und Lila­töne, und durch natür­liche, wenig bearbeitete Materialien oder Metall-, Holz- und Tongefäße in dunklen Farben entstehen Arrangements voller Magie und Mystik. Sie rufen ­Assoziationen an vergangene Jahrhunderte wach, an das Mittelalter und eine Zeit archaischer Rituale.

Foto: IZB 
Los geht´s! Im September beginnt die Pflanzzeit der Zwie­beln und Knollen, die im nächsten Frühjahr blü­hen sollen
Stilvolle Gefäße verstärken verwunschenen Eindruck

Vor allem bei Tulpen (Tulipa) ist die Farbpalette so umfangreich, dass sich leicht Sorten finden lassen, die sich gut für einen „magischen Garten“ eig­nen. Auch bei Hyazinthen (Hyacinthus) und Krokussen (Crocus) ist das Farbenspektrum sehr groß. Die­se Zwiebelblumen gedeihen wie die purpurviolett-weißen Schachblumen (Fritillaria meleagris) und die Kleine Netzblatt-Iris, auch als Zwergiris bekannt (Iris reticulata), gut in Töpfen und Kästen – sie sind ideal, um sogar Balkon und Terrasse zu verschö­nern.

Auch wer einen Garten hat, sollte ruhig Zwiebeln und Knollen in Gefäße pflanzen, denn wenn sie blühen, lassen sich mit ihnen geschickt Akzente setzen. Sie können z.B. schnell Gartenecken beleben, in denen gerade nichts blüht, oder sie verschö­nern gepflasterte Bereiche rund ums Haus.

Sie können Zwiebelblumen auch gut mit kleinen immergrünen Pflan­zen wie Efeu oder mit Stauden, beispielsweise Bergenien (Bergenia), kombinieren. Schwere, tiefgraue Tongefäße, Töpfe mit Patina oder dunkle Metallgefäße verstärken den verwunschenen, geheimnisvollen Eindruck.

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Magie pur: Eine der ungewöhnlichsten Zwiebel­blumen ist Fritillaria persica, die bis zu 90 cm hoch werden kann. Ihre dunkelviolettfarbenen, wachsartig schimmernden Blüten erinnern an kleine Glocken, die sich geheimnisvoll im Wind wiegen.

Effektvolle Partner für einen mystischen Garten

Reizvoll sind Kombinationen mit Pflanzen, die sehr große oder aber besonders feine, fast ziselierte Blätter haben wie manche Farne. Effektvolle Begleiter aus dem Reich der Stauden mit großen Blättern sind Bergenien und Funkien (Hosta).

Auch einige Zwiebelblumen haben ungewöhnliche Blätter. Die aus dem Nahen Osten stammende Schachblume Fritillaria persica ist z.B. eine Pflanze, die wunderbar in einen Garten voller Magie und Mys­tik passt. Sie wird bis zu 90 cm hoch und hat geheimnisvoll schimmern­de, dunkelviolette Glockenblüten. Die Blätter glänzen metallisch blaugrau, und so wirkt diese faszinierende Zwiebelblume wie aus einer anderen Welt.

Auch die bekanntere Kaiserkrone (Fritillaria imperialis) fällt durch ihre Blüten und Blätter aus dem Rahmen: Der Blütenkranz wird von einem Bü­schel Blätter gekrönt, und sie hat zahl­reiche längliche, zugespitzte Blätter. Neben gelben und orange­farbenen Sorten gibt es auch einige mit roten Blüten wie ,Rubra Maxi­ma‘, die sich besonders gut für einen „magi­schen Garten“ eignen.

IZB
Aktuelle Tipps:

Mit Zwiebeln und Knollen bepflanzte Gefäße können im Winter draußen bleiben. Weil aber die Kälte – ­an­ders als im Gartenboden – bei Kästen und Kübeln von allen Seiten einwirken kann, stellen Sie die Töpfe am besten dicht an dicht in eine geschützte Ecke. Bei Frost können Sie sie dann mit Vlies oder Noppenfolie abdecken. Oder Sie stellen die Töpfe in einen frost­freien, kühlen Raum, z.B. in eine Garage oder in den Keller.

Damit die Zwiebeln im nächsten Frühling blühen, ­müs­­sen sie über einen längeren Zeitraum niedrigen Temperaturen ausgesetzt sein. Deshalb sollte die Tempe­ratur im Winterquartier 9 °C nicht überschreiten.

IZB

Lesen Sie hierzu auch den Beitrag "Blumen­zwie­­beln ge­sund erhalten"




Stand:01.09.2004


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