Gemüsegarten - August
Foto: Stein
Wenn die Tomaten vier bis fünf Trauben angesetzt haben, kappen Sie dem Reifeprozess zuliebe den Haupttrieb |
(bs) Zum Schutz vor der Braun- und Krautfäule (Phytophthora infestans) stehen Tomaten unter Folie oder Tomatenhauben. Auch das Entfernen der unteren Blätter unterbricht den Übertragungs- weg. Kappen Sie zudem den Haupttrieb, geht alle Kraft in die bereits angesetzten vier bis fünf Trauben. Weitere Früchte würden im Freien ohnehin nicht mehr reif.
Wasserhaushalt beachten
(bs) Im Gewächshaus, aber auch im Freiland, reagieren Gurkengewächse (das sind z.B. neben den Gurken auch Zucker- und Wasser- melonen, Kürbisse und Zucchini) sehr empfindlich auf zu viel Nässe im Wurzelbereich und auf zu kaltes Wasser. Sofern Sie nicht auf die Regentonne mit angewärmtem Wasser zurückgreifen können, sondern mit kaltem Leitungswasser zufrieden sein müssen, sollten Sie nur morgens oder abends, aber niemals in der heißen Mittagssonne wässern, um große Temperaturgegensätze auszuschalten.
Gurken "halbstark" ernten
(bs) Je öfter Sie Gurken abpflücken, desto schneller wachsen neue Früchte nach. Lassen Sie Salatgurken daher nicht voll aus- wachsen und pflücken Sie Einlegegurken möglichst früh in kleinen Sortierungen (z.B. 6–9 cm). Haben Sie jungfernfrüchtige (parthenocarpe) Sorten gesät, bilden sich Früchte ohne Bestäubung in enormer Menge und von guter Qualität, sofern die Triebe und der Wurzelbereich beim vorsichtigen Pflücken geschont bleiben.
Für die Ernte im Herbst und zur Überwinterung stehen noch schnellwüchsige Gemüse auf dem Saat- und Pflanzzettel, ebenfalls solche, die erst im Kurztag Blätter und Köpfe bilden. Radieschen, Winterret- tiche, Spinat und Petersilie sind hierfür die Standard- gemüse, Überwinterungs- zwiebeln, Teltower oder Mairübchen, Löffelkraut und Salatrauke gehören eher zu den Spezialitäten. Vorgezogene Pflanzen von Fenchel, Kohlrabi, Endivien und Salaten können bis zum Frost noch viel Ertrag bringen.






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