Im Portrait: die Mistbiene

Die Mistbiene mit Rattenschwanzlarve
Die Mistbiene (Eristalis tenax) ist die einzige Schwebfliege, die einen bekannten, volkstümlichen Namen hat. Sie heißt so, weil die Larven in Jauchepfützen, Sickergruben oder in verrottendem Schlamm leben. Um ihre Eier abzulegen, findet sich auch die erwachsene Mistbiene dort ein.
Die Larven atmen in dem häufig nicht sehr sauerstoffreichen Wasser über einen Schnorchel. Der Schnorchel ist durch gefiederte Haare und eine Eindellung an der Wasseroberfläche zu erkennen. Aufgrund ihres Aussehens heißen die Larven Rattenschwanzlarven.
Die bis zu 15 mm große Mistbiene wandert im Spätsommer über die Alpen nach Süden wie ihre Verwandte, die Hain-Schwebfliege, und andere Schwebflie-gen der Gattung Syrphus. In den wärmeren Gefilden vermehrt sie sich.
Die nächste Generation wandert über die Alpen wieder zurück. Dabei kann sie 25 km pro Stunde zurücklegen. In milden Wintern können die nicht „zum Wandern aufgelegten“ Mistbienen hier im Norden auch gut überwintern.
Eine Broschüre über Schwebfliegen ist in der Pressestelle der Biologischen Bundesanstalt, Messeweg 11/12, 38104 Braunschweig, kostenfrei, aber gegen Einsen-dung einer Briefmarke im Wert von 0,56 Euro erhältlich (Büchersendung).
BBA
Stand:01.07.2007






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