"Jahr der Frau in der Imkerei"

Wie abhängig wir Menschen von den winzigen Insekten sind, die unsere Kulturpflanzen bestäuben und damit erst die Produktion unserer Nahrungsmittel ermöglichen, wird derzeit in Amerika deutlich. Dort sterben weit mehr Bienenvölker an noch ungeklärten Ursachen, als wirtschaftlich und zur Produktion unseres Obst und Gemüses verkraftbar ist.
Doch auch der Blick ins eigene Land reicht aus, uns die Abhängigkeit vor Augen zu führen. Wenn - wie in diesem Jahr 2008 geschehen - das Frühjahr zur Obstblüte so kalt ist, dass keine Insekten, schon gar keine Honigbienen fliegen, dann fällt die Obsternte sehr schmal, wenn nicht gar ganz aus.
Wir brauchen die Bienen, die zwar als Einzelindividuen nicht die effektivsten Bestäuber sind, aber in der Masse ihres Auftretens unverzichtbar. An die 40.000 Mal fliegen die Arbeitsbienen eines Bienenvolks für ein Glas Honig aus und besuchen dafür zwei bis sieben Millionen Blüten. An guten Tagen sammelt ein Volk bis zu mehreren Kilogramm Nektar, dabei wird eine Fläche von rund 30 km² besucht.
Dennoch verliert das Hobby der Imkerei seit Jahren an Attraktivität. Die Mitgliederzahlen in den Imkervereinen gehen seit Jahren kontinuierlich zurück. Deshalb befasst sich der Deutsche Imkerbund (D.I.B.) derzeit intensiv mit der Nachwuchswerbung. Da in letzter Zeit die Anfragen von Frauen, die sich für die Imkerei interessieren, beim D.I.B. deutlich zugenommen haben, hat der Verein für 2008 das Motto „Jahr der Frau in der Imkerei“ gewählt.
Mit dem „Jahr der Frau in der Imkerei“ wendet sich der D.I.B. direkt an Frauen und Mädchen, die sich für die Imkerei interessieren. Jeder Landesverband hat Imkerinnen zu so genannten „Botschafterinnen“ ernannt, die allen Neugierigen und Neuimkerinnen gerne Rede und Antwort stehen. Die Kontaktdaten der „Botschafterinnen“ sind auf der D.I.B.-Homepage zu finden: http://deutscherimkerbund.de/index.php/botschafterinnen
Stand:01.08.2008







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