Wie kommt die Farbe in die Pflanze?
![]() Foto: Breder Die Vielfalt an Blütenfarben entsteht u.a. durch unterschiedliche Mischungen von Carotinoiden und Flavonoiden |
Der Blick nach draußen zeigt unmissverständlich: Die vorherrschende Farbe in der Natur ist Grün. Das ist auch kein Wunder, denn den grünen Farbstoff, das Chlorophyll, benötigt die Pflanze, um aus Licht und Kohlendioxyd Kohlenhydrate zu bilden (Photosynthese), die sie zum Wachstum benötigt.
Das Chlorophyll ist in Membranen der Chloroplasten eingebettet, die auch als „Kraftwerke“ der pflanzlichen Zelle bezeichnet werden, da in ihnen die Photosynthese stattfindet. Sie befinden sich in den Zellen von Blättern und Stängeln, sprich in allen Pflanzenteilen, die grün sind.
An der Absorption des Lichtes für die Photosynthese sind zudem Carotinoide beteiligt, bei denen es sich um rote, orange oder gelbe, fettlösliche Pigmente handelt. Es gibt zwei Gruppen von Carotinoiden, die in Chloroplasten vorkommen: Carotine und Xanthophylle.
Jetzt fragen Sie sich sicher, warum die Blätter trotz der Carotinoide grün sind: Mengenmäßig ist das Chlorophyll einfach in der Überzahl, d.h. das Grün überdeckt die Farben der Carotinoide.
Die Vielfalt der Blütenfarben
Nun will die Pflanze nicht nur wachsen, sie muss sich auch vermehren. Viele Pflanzen locken daher mit unterschiedlichen Blütenfarben Insekten an, die für die nötige Bestäubung sorgen. Die bunte Blütenvielfalt hat ihren Ursprung in nur wenigen Pigmenten.
Viele Blüten besitzen die bereits erwähnten Carotinoide als Farbstoff. Weiterhin spielen Flavonoide eine große Rolle. Die wichtigsten Flavonoide in den Blüten sind die Anthocyane, zu denen viele rote und blaue Pflanzenfarbstoffe gehören. Eine weitere Gruppe sind die Flavonole. Sie sind oft farblos, können aber zur Blütenfarbe Weiß beitragen.
Die bunte Vielfalt an Blütenfarben entsteht aus unterschiedlichen Mischungen von Carotinoiden und Flavonoiden. Außerdem hat der pH-Wert in den Zellen Einfluss auf die Blütenfarbe.
Stand:01.09.2006









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