Wildpflanzen: das Wiesen-Schaumkraut
Foto: Breder Das Wiesenschaumkraut wurde früher als Heilmittel gegen Skorbut eingesetzt |
Der wissenschaftliche Name stammt wahrscheinlich von dem griechischen Wort „Cardamon", was übersetzt Kresse bedeutet und auf die Ähnlichkeit einer verwandten Art, dem Bitteren Schaumkraut, mit der Brunnenkresse hinweist. Der lateinische Artname „pratensis" beschreibt den Lebensraum des Frühjahrsboten: „pratum" bedeutet „Wiese".
Das Wiesen-Schaumkraut verwandelt feuchte Wiesen zur Blütezeit in ein wahres Blütenmeer. Es erfreut sich großer Beliebtheit bei Insekten, die ihrerseits die Bestäubung sichern. Insbesondere der Aurora-Falter, einer der ersten Schmetterlinge im Frühjahr, profitiert von dem Gewächs: Seine Raupen sind direkt vom Wiesen-Schaumkraut abhängig.
Die Schoten besitzen einen besonderen Schleudermechanismus, um die Samen zu verbreiten. Somit sind weder Ameisen noch Vögel oder der Wind vonnöten, den Nachwuchs in neue Gefilde zu transportieren.
Die Pflanze enthält Senföle und viel Vitamin C. Früher wurde sie zu Heilzwecken, u.a. gegen Skorbut, eingesetzt. Die jungen Blätter sind außerdem als würzige Beigabe zum Frühjahrssalat geeignet.
Feuchte Wiesen bilden den Lebensraum der früh blühenden Geschöpfe, doch besiedeln sie auch Wegränder, lichte Wälder und Ufer. Wichtig ist, dass der Boden feucht ist und genügend Nährstoffe bietet. Die Verbreitung der Art reicht von Europa bis nach Asien, und auch in Nordamerika fühlt sie sich wohl.
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Christiane Breder
Stand:01.05.2003







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