Gartenpraxis Gut zu wissen Neophyten Das Drüsige Springkraut

Neophyten im Portrait: das Drüsige Springkraut

Merkmale und Biologie

Foto: Breder 
Das Drüsige Springkraut bildet häufig Massenbestände an Bächen und Flüssen

Das Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera), auch Indisches Springkraut genannt, ist eine einjährige Pflanze, die bis zu 2 m hoch werden kann. Die Blätter sind eilanzettlich und scharf gezähnt. Blattgrund und -stiel sind mit Drüsen besetzt – daher der Name der Pflanze.

Die Blüten zeigen sich purpurrot, rosa oder weiß und enthalten viel Nektar, der vor allem Bienen und Hummeln anlockt. Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober.

Eine einzige Pflanze produziert bis zu 4000 Samen. Sie werden bis zu 7 m weit aus der Kapsel ge­schleudert. Eine Ausbreitung der Samen über weitere Distanzen erfolgt z.B. über Fließgewässer.

Hinweis: Alle Arten der Gattung Impatiens sind im frischen Zustand schwach giftig.

Herkunft und Standort
Die Heimat des Drüsigen Springkrauts ist der westliche Himalaja. Die Art kam 1839 als Zierpflanze nach England und gelangte von dort in viele andere europäische Gärten. Sie wurde auch gerne von Imkern als Bienentrachtpflanze ausgebracht.

In Deutschland ist das Drüsige Springkraut heute weit verbreitet. Es wächst vor allem an sonnigen bis halbschattigen Standorten mit feuchten bis nassen, nährstoffreichen Böden. Man findet die Pflanzen entlang von Gewässern, in Feuchtwiesen und Auwäldern sowie an Straßengräben und Waldwegen.


Stand:01.03.2008
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