Gartenpraxis Gut zu wissen Tipps zum Gärtnern Altes Saatgut wegwerfen - oder nicht?

Altes Saatgut wegwerfen - oder nicht?

Foto: Themenbild 
Im Januar bietet es sich an, übrig gebliebenes Saatgut zu prüfen und im Zweifelsfall seine Keimfähigkeit zu testen

Bleibt Saatgut vom Vorjahr übrig, sollten Sie es trocken und frostfrei aufbewahren. Aber wie lange bleibt solches Saatgut noch keimfähig? Wie prüft man die Keimfähigkeit solcher Restbestände oder auch von selbst gewonnenem Saatgut?

Letzteres bleibt zwar länger keimfähig als gekauftes, muss aber gut ausgereift sein. Im Zweifelsfall sollten Sie deshalb eine Keimprobe vornehmen.

Hierzu zählen Sie je nach Größe des Saatgutes eine definierte Menge ab. Bei kleinen Sämereien (Salat, Zwiebeln, Kohl) sollten es 50, bei mittleren (Radies und Spinat) 25 Korn sein, bei großem Saatgut reichen 10 Samen.

Großes Saatgut drücken Sie in feuchten Sand, mittleres und kleines Saatgut legen Sie auf angefeuchtetes Fließ- oder Löschpapier. Als Gefäße sind flache Schalen geeignet, die mit Folie oder einer Glasscheibe abgedeckt werden, um ein Austrocknen zu verhindern. Für die Keimprobe sollten die Temperaturen bei ca. 20°C liegen.

Nach Einsetzen der Keimung können Sie mit der Auswertung beginnen. Bei einer Keimung von 50–75 % der Samen ist das Saatgut auf jeden Fall noch verwendbar. Die Aussaatstärke kann dann je nach Keimfähigkeit differenziert werden. Liegt der Anteil jedoch unter 25 %, sollten Sie von einer weiteren Verwendung absehen, da die Keimkraft unter natürlichen Verhältnissen meist niedriger liegt.

Maria Andrae

Tabelle: Dauer der Keimfähigkeit einiger Pflanzenarten
JahrePflanzenart
1-2Bohnenkraut, Schnittlauch, Pastinake
2-3Dill, Petersilie, Porree, Zwiebeln
3-4Erbsen, Sellerie, Spinat, Tomaten
4-5Gurke, Rettich, Radies, Kohlarten


Stand:01.01.2008


Social Bookmarks

Twitter Facebook studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace deli.cio.us Digg Folkd Google Bookmarks Linkarena Mister Wong Newsvine reddit StumbleUpon Windows Live Yahoo! Bookmarks Yigg

Hütten und Paläste


Selbst gebaut oder von der Stange, klein und lauschig oder großzügig und komfortabel - Gartenlauben sind so unterschiedlich wie ihre Besitzer. Was das Kleingartenmuseum in Leipzig zu diesem Thema zusammengetragen hat, zeigt eine Ausstellung, die vom 5. Mai an bis April 2013 in Leipzig zu sehen ist.
mehr ...

Schädlinge an Lauch


Wenn Sie Fraßgrübchen an den Schloten von Lauch, Schnittlauch oder Zwiebeln entdecken, haben sich die Larven der Lauchminier­fliege daran gütlich getan. Mit Pflanzenschutzmitteln ist diesem Schädling nicht beizukommen, aber es gibt Alternativen.
mehr ...

Krafttraining hilft dem Rücken beim Bücken


Ob Rasen mähen, Beet umgraben oder hockend Saatgut ausbringen – Gartenarbeit kann ganz schön „auf die Knochen gehen“. Wenn das passiert, fehlen meistens Muskeln. Schonung ist also die falsche Therapie, gezieltes Muskelaufbautraining angesagt.
mehr ...

Warum Brennnesseln so wertvoll sind


Als Mulchdecke zum Beispiel unter Tomaten­pflanzen leisten Brenn­nessel gleich mehrere gute Dienste. Sie liefern reichlich Stickstoff, halten den Boden schön feucht und locker und schrecken Schnecken ab. Weitere praktische Tipps für den Gemüsegarten finden Sie hier
mehr ...

Netzwerk für Pflanzensammler


Ob Schwertlilien oder Schneeglöck­chen, ob in Privatgärten, Kleingärten oder Gärtnereien, es lohnt sich, Pflanzensammlungen zu erhalten. Damit sie auch für zukünftige Gene­ra­tionen bewahrt werden können, baut die Deutsche Gartenbau-Gesell­schaft (DGG) derzeit eine Datenbank auf, in der Pflanzensammlungen erfasst werden sollen.
mehr ...