Gartenpraxis Gut zu wissen Tipps zum Gärtnern Immergrüne wässern

Immergrüne im Winter wässern?


Im Januar haben wir in dem Artikel „Mit Immergrünen gut durch den Winter“ geschrieben, dass Immergrüne in trockenen Zeiten bewässert werden sollen. Darauf erhielten wir einen Leserbrief, in dem es heißt, Immergrüne (außer Kübelpflanzen) bräuchten grundsätzlich im Winter keine Bewässerung.

Da wir es nun genau wissen wollten, fragten wir Wilhelm Spieß, Landesfachberater des Landesver­ban­des Westfalen und Lippe der Kleingärtner, wie es sich damit verhält. Er erläutert dazu Folgendes: Das Wässern von Immergrünen im Winter muss differenziert betrachtet werden. Im Normalfall reicht bei ausgepflanzten Immergrünen die im Winter anfallende Feuchtigkeit durch Schnee oder Regen aus.

Länger andauernde Frostperioden (ca. 14 Tage bei Minusgraden von bis zu -10 °C) führen jedoch dazu, dass das für die Pflanzen verfügbare Wasser nach dem Auftauen oft nicht ausreicht. Dadurch, dass der Boden von oben nach unten auftaut, verdunstet das Wasser der oberen Bodenschichten (die oftmals aus einer Schlammschicht bestehen) schneller, als die tiefer liegenden Wurzeln es aufnehmen können. Somit entsteht ei­ne Trockenheit im Wurzelraum. Nach Beendigung der Frostperiode und vollständigem Auftauen des Bodens empfiehlt sich daher eine Wässerung, um Trockenschäden zu vermeiden.

Bei Kübelpflanzen ist regelmäßiges Gießen an frostfreien Ta­gen grundsätzlich sinnvoll. In der Regel reicht eine wöchent­li­che Wässerung aus. Bei wärmeren Temperaturen (ca. 14 Ta­ge bei Plusgraden von bis zu +10 °C) kann das Gießen reduziert werden, um eine unerwünschte, frühzeitige Triebentwicklung zu verhindern.


Stand:01.03.2008


Social Bookmarks

Twitter Facebook studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace deli.cio.us Digg Folkd Google Bookmarks Linkarena Mister Wong Newsvine reddit StumbleUpon Windows Live Yahoo! Bookmarks Yigg

Hütten und Paläste


Selbst gebaut oder von der Stange, klein und lauschig oder großzügig und komfortabel - Gartenlauben sind so unterschiedlich wie ihre Besitzer. Was das Kleingartenmuseum in Leipzig zu diesem Thema zusammengetragen hat, zeigt eine Ausstellung, die vom 5. Mai an bis April 2013 in Leipzig zu sehen ist.
mehr ...

Schädlinge an Lauch


Wenn Sie Fraßgrübchen an den Schloten von Lauch, Schnittlauch oder Zwiebeln entdecken, haben sich die Larven der Lauchminier­fliege daran gütlich getan. Mit Pflanzenschutzmitteln ist diesem Schädling nicht beizukommen, aber es gibt Alternativen.
mehr ...

Krafttraining hilft dem Rücken beim Bücken


Ob Rasen mähen, Beet umgraben oder hockend Saatgut ausbringen – Gartenarbeit kann ganz schön „auf die Knochen gehen“. Wenn das passiert, fehlen meistens Muskeln. Schonung ist also die falsche Therapie, gezieltes Muskelaufbautraining angesagt.
mehr ...

Warum Brennnesseln so wertvoll sind


Als Mulchdecke zum Beispiel unter Tomaten­pflanzen leisten Brenn­nessel gleich mehrere gute Dienste. Sie liefern reichlich Stickstoff, halten den Boden schön feucht und locker und schrecken Schnecken ab. Weitere praktische Tipps für den Gemüsegarten finden Sie hier
mehr ...

Netzwerk für Pflanzensammler


Ob Schwertlilien oder Schneeglöck­chen, ob in Privatgärten, Kleingärten oder Gärtnereien, es lohnt sich, Pflanzensammlungen zu erhalten. Damit sie auch für zukünftige Gene­ra­tionen bewahrt werden können, baut die Deutsche Gartenbau-Gesell­schaft (DGG) derzeit eine Datenbank auf, in der Pflanzensammlungen erfasst werden sollen.
mehr ...