Gartenpraxis Gut zu wissen Tipps zum Gärtnern Letzte Gartenarbeiten vor dem Wintereinbruch

Letzte Gartenarbeiten vor dem Wintereinbruch

Foto: Bayerische Gartenakademie 
Jetzt wird es Zeit, Rosen mit Erde oder Kompost anzuhäufeln, um die Veredlungsstelle vor Frost zu schützen.


Solange keine stärkeren Fröste zu erwarten sind, können Sie jetzt noch robuste Laubgehölze pflanzen. Die Winterfeuchte fördert die Wurzelbildung, was sich positiv auf das Wachstum im nächsten Frühjahr auswirkt. In Gebieten mit erwartungsgemäß strengen Wintern sollte die Pflanzung auf das Frühjahr verlegt werden.

Wenn Ihr Gartenteich mindestens 80 cm tief ist, können die Fische im Teich bleiben. In der Regel friert das Wasser nicht bis zu dieser Tiefe durch. Im Teich belassene Schilfgräser und andere Wasserpflanzen sorgen für den nötigen Gasaustausch. (Ausführliche Informationen finden Sie im Beitrag „Im Herbst den Teich nicht vergessen" im Archiv.)

Wenn Sie Töpfe mit Gehölzen oder Stauden bepflanzen wollen, die im Winter im Freien bleiben, müssen Sie beim Kauf darauf achten, dass die Gefäße frostfest sind, denn „nor­male" Töpfe würden durch Frost und Eis gesprengt. Auch wenn die frostfesten Gefäße für die extremen Bedingungen des Winters geeignet sind, sollten sie auf Holzklötzen oder Keramikfüßen stehen, damit sie nicht festfrieren können.

Kranke Pflanzenteile sollten Sie zwar aus dem Garten entfernen, nicht aber jeden abgeblühten Stängel, Samenstand oder jedes Blatt! Nützlinge und Kleintiere, wie Marienkäfer, Spitzmäuse und Vögel, brauchen im Winter Unterschlupf und Nahrung. (Lesen Sie hierzu auch den Beitrag „Herbstlaub: Fluch oder Segen?" im Archiv).

Foto: Bayerische Gartenakademie 
Rosen, die mit Fichtenreisig abgedeckt sind, sind vor Kälte gut geschützt
Rosen werden jetzt mit Erde oder Kompost angehäufelt, um die Veredlungsstelle vor Frost zu schützen. Abdeckungen aus Laub oder Nadelreisig schützen auch die Triebe von Rosen und Bauernhortensien.

Binden Sie ausladende bruchempfindliche Sträucher, wie z.B. Johannisbeeren, Stachelbeeren oder Rosen, hoch, um zu verhindern, dass eine dicke Schneeauflage die Triebe belastet. Nach einem Schneefall sollten Sie die Wege im Garten ­umgehend von Schnee befreien, denn festgetretener Schnee wird schnell zu einer gefährlichen Eisfläche. Verteilen Sie den Schnee breitwürfig im Garten, um zu verhindern, dass die Äste kleinerer Ge­hölze und Halbsträucher, wie z.B. Rosen oder Lavendel, unter der Last von Schneebergen abknicken.

Bayerische Gartenakademie



Stand:01.11.2004


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