Vom Ziegenleder zum Gummischlauch
Foto: Gardena |
Im 18. Jahrhundert machte man sich die Entdeckung des Kaut- schuk zunutze und stellte erstmalig bieg- same Röhren daraus her. Ärzte gebrauchten diese Röhren z.B., um besser in Körperöffnungen eindringen zu können.
Mitte des 19. Jahrhunderts begann der Aufschwung der Gummi-Industrie: Aus dem Rohkautschukschlauch entstand der vulkanisierte Gummischlauch (Vulkanisation ist ein chemisch-physikalisches Verfahren, bei welchem der vorwiegend plastische Kautschuk in einen gummi-elastischen Zustand übergeht). Zwischenzeitlich waren auch Hanf- und Flachsschläuche in Gebrauch, deren Dichtigkeit darauf beruhte, dass die Fasern durch Wasser aufquollen und die Lücken zwischen den Fasern sich dadurch schlossen.
Während der späteren Industrialisierung wurden immer robustere Schläuche benötigt, und so begann man, die biegsamen Röhren z.B. mit Kordeln oder Metalldrähten zu ummanteln (Schlauch- panzerung).
Auch unsere heutigen Gartenschläuche müssen bestimmte Belastungen wie hohen Druck aushalten. Deshalb besitzen qualitativ hochwertige Gartenschläuche Gewebeeinlagen aus festen Materialien (Armierung).
Quelle: Giersch, Ulrich und Kubisch, Ulrich: „Gummi. Die elastische Faszination“. Nicolai Verlag Berlin, 2001.
Stand:01.07.2009







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