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Krankheiten an Weinreben

Foto: Hoyer 

Im intensiven Weinbau werden Reben durch eine ganze Reihe von Schaderregern bedroht, gegen die die Winzer mit verschiedenen Maßnahmen vorgehen. Im Garten, in der norddeutschen Tiefebene oder in etwas kühleren Mittelgebirgslagen treten dagegen nur ei­nige wenige Pilzkrankheiten auf.

Echter und Falscher Mehltau
Der Echte Mehltau, auch Oidium ge­nannt, ist sicherlich die bedeutendste Pilzkrankheit des Rebstocks. Er befällt die jungen Blätter und Triebe schon im Frühjahr. Meist wird dieser unscheinbare Anfangs­befall nicht erkannt. Erst wenn die Beeren der Trauben sich nicht rich­tig entwickeln, sich grau oder schwarz verfärben und aufplatzen, wird klar, dass der Echte Mehltau die Ernte vernichtet hat.

Auf den grünen einjährigen Trie­ben zeigt sich der Befall ebenfalls in Form von dunkelgrauen Verfärbungen. Die Blätter erscheinen schmutzig grau, so als hätte jemand Asche darübergestreut. In älterer Literatur kann man daher auch die Bezeichnung „Äscherich“ für diese Krankheit finden.

Der Echte Rebenmehltau entwickelt sich vor allem bei trockener Witterung gut. Anhaltende Nässe, wie sie der Falsche Rebenmehltau bevorzugt, bremst die Entwicklung des Echten Mehltaus eher. Sonnige Südwände bieten daher zwar ideale Wachstums- und Reifebedingungen für den Wein, leider aber auch für den Echten Mehltau.

Den Falschen Mehltau findet man dagegen an Hausreben, die gut vor Regen geschützt sind, relativ selten. Er bildet bei feuchtem Wetter auf der Blattunterseite einen weißen Sporenrasen. Befallene Blätter und Trauben sterben schnell ab.

Die Bekämpfung des Echten Mehltaus muss schon mit beginnendem Austrieb erfolgen. Einsetz­bar sind Netzschwefelpräparate sowie „Cueva Pilzfrei“ (Neudorff), „Pilzfrei Ectivo“ (Celaflor) und „Uni­versal Pilzfrei Baycor M“ (Bayer).

Sollte der Falsche Mehltau Probleme bereiten, so kann in diesem Falle vorbeugend „Cueva Pilzfrei“ eingesetzt werden, dass auch unter dem Namen „Atempo Kupfer-Pilzfrei“ vertrieben wird.

Grauschimmel selten
Gelegentlich kann in feuchten Spätsommern der Grauschimmelpilz Fäulen an den Beeren verursachen. An Hausreben ist er allerdings aufgrund der geschützten Lage relativ selten zu finden.

Resistente Sorten wählen
Soll ein Weinstock neu gepflanzt werden, empfiehlt es sich, widerstandsfähige Sorten auszuwählen, um gegen die genannten Pilzkrank­heiten vorzubeugen. Ausführliche Informationen zu empfehlenswerten Rebsorten für den Rebstock an der Gartenlaube oder ei­ner schützenden Mauer bietet die Baye­rische Gartenakademie in ihren In­foschriften unter: www.lwg.bayern.de/gartenakademie/infoschriften/obst/

Christoph Hoyer


Stand:01.11.2011


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