Monilia-Spitzendürre an Sauerkirsche
Foto: Hoyer
Monilia-Spitzendürre an Sauerkirsche
Die wichtigste Krankheit an Sauerkirsche ist die Monilia-Spitzendürre, die fast jedes Jahr zu Schäden an den Bäumen führt. Der Pilz infiziert die Blüten. Von dort wächst er in die jungen Triebe, die daraufhin absterben.
Herrscht während der Zeit der Kirschblüte regnerisches Wetter, so sind die Schäden meist stärker als in trockenen Frühjahren. Allerdings reicht dem Pilz oft schon die Taufeuchte der Nacht, um die Blüten infizieren zu können, sodass jedes Jahr mit Befall zu rechnen ist.
Bei Sauerkirschen kann man der Krankheit am besten durch einen konsequenten Schnitt begegnen. Durch einen Auslichtungsschnitt wird für einen luft- und lichtdurchlässigen Kronenaufbau gesorgt. Mit dem regelmäßigen Rückschnitt regt man die Triebbildung an und beugt somit gegen Vergreisung vor, die sich bei Sauerkirschen an den langen Peitschentrieben zeigt.
Solche locker aufgebauten Kronen mit kräftigen einjährigen Trieben sind weniger anfällig für den Befall mit der Spitzendürre und blühen auch reichlicher als alte, vergreiste Bäume. Natürlich bleiben auch vitale Kirschen nicht vor der Infektion mit dem Schadpilz verschont, nach einem Befall regenerieren sie sich aber deutlich besser.
Wer die Sauerkirschen zusätzlich mit Pflanzenschutzmitteln vor Befall schützen will, kann zur Blütezeit Spritzungen durchführen. Die erste Behandlung sollte kurz vor dem Öffnen der Blütenknospen erfolgen, wenn diese schon weiß erscheinen. Zwei weitere Behandlungen erfolgen dann im Abstand von sieben bis vierzehn Tagen in die Blüte.
Einsetzbar sind z.B. die Mittel „Obst-Pilzfrei Teldor“ (Bayer), „Pilzfrei Ectivo“ (Scotts Celaflor) oder „Duaxo Universal Pilz-frei“ (Compo). Das Pflanzenstärkungsmittel „Neudovital“ (Neudorff) soll eine befallsmindernde Wirkung haben.
Christoph Hoyer
Bitte beachten Sie vor dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln die aktuelle Zulassungsssituation.
Stand:01.04.2010





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