Gartenpraxis Pflanzenschutz Tipps zum Pflanzenschutz Kulturschutznetze im Gemüsegarten

Kulturschutznetze im Gemüsegarten

Foto: Hoyer 
Steine sind zur Befestigung von Kulturschutznetzen und Vliesen hilfreich


Wenn im April der Boden abgetrocknet ist und sich ein wenig erwärmt hat, wird im Gemüsegarten gesät und gepflanzt. Möhren, Radieschen, Salat und Kohlrabi gehören zu den frühen Gemüsearten, die in keinem Garten fehlen sollten.

Mehr Tipps zur Arbeit im Gemüsegarten gibt es in diesem Video
Die Freude an den ersten Radieschen und den Möhren wird leider häufig durch Fraßgänge in Knolle und Rübe beeinträchtigt. Den verschiedenen Gemüsefliegen kann der Appetit auf Radies, Kohlrabi und Möhren mit Kulturschutznetzen verdorben werden. Außerdem lassen sich diese Kunststoffnetze auch gegen weitere Schäd­linge im Gemüsegarten einsetzen, wie die Tabelle zeigt.

Die Netze werden unmittelbar nach der Aussaat oder nach der Pflan­zung auf die Beete gelegt und am besten mit einigen Steinen am Rand gut befestigt. Die Gemüsepflanzen heben das Netz im Laufe des Wachstums problemlos an, wenn es locker genug aufliegt.

Bei der im Garten üblichen Beetbreite von 1,20 m haben sich Netze mit einer Breite von 2,30 m bewährt. Sie lassen genügend Raum, damit auch größere Pflanzen wie Porree oder Kohl unter dem Netz wachsen können.

Kohl- und Möhrenfliege, aber auch hungrige Vögel und wüh­lende Katzen werden so von den Ge­mü­se­bee­ten abgehalten. Dadurch spart man nicht nur den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, sondern kann mit den Netzen auch die Erdbeeren schützen, die erfahrungs­gemäß gern von Amseln gefressen werden.
Blattläuse, die viele Gemüse­arten, vor allem aber Kopfsalat, ­erheblich schädigen, lassen sich durch Kulturschutznetze nicht ausreichend abhalten. Auch gegen Erdflöhe und die Lauchminierfliege bieten die handelsüblichen ­Kulturschutznetze keinen ausreichenden Schutz.

Leider werden Kulturschutznetze nicht in allen Fachgeschäften angeboten. Bezugsquellen finden Sie in dem Beitrag „Vlies und Netz als Schutz vor Gemüsefliegen“. Empfehlenswert ist z.B. das Schädlingsschutz-Netz von Neudorff mit einer Breite von 2,30 m und einer Länge von 4,25 m.

Gern werden auch die im Vergleich zum Kulturschutznetz preisgünstigeren Vliese zum Abdecken der Kulturen verwendet. Sie lassen sich aber nur im zeitigen Frühjahr und im Herbst verwenden, da es schon ab Mai zu Hitzestau unter den Vliesen kommen kann. Außerdem ist Vlies weniger reißfest. Die genannten Netze aus Polyethylen können dagegen gut und gerne zehn Jahre verwendet werden.

Christoph Hoyer

 

 

Kultur

Schädlinge

Radies, Rettich


Rettich- oder Kohlfliege
Möhren, Pastinaken,


Möhrenfliege, Möhrenminierfliege
Petersilie


Möhrenfliege 
Kohlarten




Kohlfliege, verschiedene Raupen;
befallsmindernd gegen Mehlige Kohlblattlaus
Zwiebel, Schnittlauch


Zwiebelfliege
Porree

Lauchmotte
Bohnen

Bohnenfliege
Spinat 

Rübenfliege
alle Gemüsearten

Tauben und andere Vögel, Kaninchen,
Hasen, Rehe, Katzen, Schlagregen, Hagel




Stand:01.04.2005


Social Bookmarks

Twitter Facebook studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace deli.cio.us Digg Folkd Google Bookmarks Linkarena Mister Wong Newsvine reddit StumbleUpon Windows Live Yahoo! Bookmarks Yigg

Lästige Ameisen vertreiben

 
Ameisen „melken“ Blattläuse – so heißt es im Volksmund. Was sich genau dahinter verbirgt, ob die Tiere schaden und ob man etwas unternehmen muss, darüber informiert die Landwirtschafts-
kammer Nordrhein-Westfalen.
mehr ...

Obstsorte online bestimmen

 
Der BUND Lemgo hat im Internet eine Datenbank aufgebaut, die bei der Bestim-
mung von Obstsorten helfen soll.
mehr ...

Bezugsquellen

 
Was immer Sie im Garten brauchen - hier finden Sie Ihre Lieferanten
mehr ...