Gartenpraxis Pflanzenschutz Tipps zum Pflanzenschutz Neue Insektizide nur an Zierpflanzen zugelassen

Neue Insektizide nur an Zierpflanzen zugelassen

Foto: Hoyer 
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Zur Bekämpfung von Schädlingen an Gartenpflanzen bietet der Fachhandel eine Vielzahl von Produk­ten. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass nicht alle Präparate auch gegen alle vorkommenden Schädlinge wirken. Außerdem ist die Mehrzahl der Insektizide nur für die Anwendung an Zierpflanzen vorgesehen.

Hinzu kommt, dass ein Teil dieser Pflanzenschutzmittel bienengefährlich ist und sich daher nicht für die Anwendung im Garten eignet.

Für den Bereich Zierpflanzen sind in den letzten beiden Jahren zwei neue Wirkstoffe auf den Markt gekommen, die in verschiedenen Pflanzenschutzmitteln enthalten sind. Die Firma Compo bietet den Wirkstoff Thiametoxam schon seit einiger Zeit in anwendungsfertigen Produkten, als Spray, Sticker oder Granulat, für Kübel- und Zimmerpflanzen an. Diese Pro­duktgruppe wird unter dem Namen „Axoris“ vermarktet.

In diesem Jahr bietet Compo unter dem Namen „Axoris Insekten-frei Spritz- und Gießmittel“ ein Konzentrat, das mit Wasser verdünnt ausgebracht wird. Leider ist dieses Produkt bienengefährlich und bisher nicht für die Anwendung im Freiland zugelassen.

Für die Bekämpfung von saugenden und einigen beißenden Insekten an Sommerblumen, Stau­den und Ziergehölzen geeignet ist „Schädlingsfrei Calypso“ von Bayer, das auch unter den Namen „Rosen Schädlingsfrei Calypso“ und „Gießmittel gegen Schädlinge Calypso“ angeboten wird. Dieses Produkt ist nicht bienengefährlich und kann auch an Freilandzierpflanzen eingesetzt werden.

Ganz ähnlich in der Wirkung und auch nicht bienengefährlich ist das Produkt „Careo Konzentrat“ von Scotts Celaflor. Dieses Insektizid, das schon etwas länger auf dem Markt ist, kann zur Einzelpflanzenbehandlung im Freiland verwendet werden.

Im Obst- und Gemüsegarten dür­fen die genannten Präparate nicht eingesetzt werden. Hier stehen hauptsächlich die altbekannten Mittel zur Verfügung, die als Wirkstoffe Kaliseife oder Rapsöl und Pyrethrine enthalten.

Eine vollständige Pflan­zen­schutz­mittelliste, in der alle zu­gelasse­nen Präparate zu finden sind, bietet das Pflanzenschutzamt Hamburg unter der Internetadresse www.biologie.uni-hamburg.de/bzf/phme/merkblatt/mittelliste.PDF.

Christoph Hoyer

Bitte beachten Sie vor dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln die aktuelle Zulassungsssituation.








Stand:01.05.2009


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