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Wühlmäuse im Garten

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Foto: Hoyer 
Wühlmäuse können große Schäden anrichten und sind daher ungeliebte Gäste im Garten


Schädigungen durch Wühlmäuse erkennen Sie bei Obstbäumen und anderen Gehölzen daran, dass die Pflanzen plötzlich ohne ersichtlichen Grund absterben. Wenn Sie die Pflan­zen ausgraben, so merken Sie, dass sie sehr locker in der Erde stehen und sich zum Teil leicht aus dem Boden ziehen lassen. Der Grund: Die Wurzeln sind bis auf einen Stumpf abgenagt. Neben den Wurzeln von Gehölzen werden aber auch Blumenzwiebeln, Knollen und verschie­dene Wurzelgemüse gefressen.

Die Wühl- oder Schermaus lebt in dicht unter der Erdoberfläche liegenden Gangsystemen. Bei ihrer Wühltätigkeit wirft sie längliche, flache Erdhaufen auf, die meist mit Gras oder Wurzeln durchzogen sind. Aus diesem Grund wird ihr Auftreten auch oft mit dem des Maulwurfs verwechselt. Dessen Erdhaufen sind jedoch rundlich und grö­ßer und werden in regelmäßigen Abständen aufgeworfen.

Wühl- oder Schermäuse treten vor allem dort auf, wo Wiesen oder Brach­land an die Gartengrundstü­cke angrenzen. In wühlmausgefähr­deten Gärten bietet sich jetzt eine Bekämpfung dieser Schädlinge an, denn im nahrungsarmen Winter nehmen die Tiere die Köder besser an als im Sommerhalbjahr.

Zur Bekämpfung der Wühlmäuse gibt es neben einigen im Handel erhältlichen Präparaten und Fallen eine Vielzahl von Rezepten und Emp­fehlungen. Eine Methode, mit der man die leidigen Nager für immer los wird, gibt es leider nicht. Für den von Wühlmäusen geplagten Gartenbesitzer bieten sich nur zwei Verfahren an, die einen gewissen Erfolg versprechen: der Fallenfang und das Auslegen von Ködern.

• Fallen

Im Fachhandel sind verschiedene Fallentypen erhältlich, die alle in ei­nen Wühlmausgang eingesetzt wer­den. Für die Anwendung im Haus- und Kleingarten eignet sich „Neudorffs Wühlmausfänger" (Neudorff) gut, da diese Kunststofffalle einfacher zu handhaben ist als die so ge­nannten Drahtfallen. Als Köder dient ein Stück Möhre oder Sellerie.

Um die Falle aufzustellen, müssen Sie einen Gang in der Randzone des Gangsystems so öffnen, dass die Falle gut hineinpasst. Der Fanggang sollte mindestens auf einer Länge von 30 cm gerade verlaufen, d.h., dass dicht vor der aufgestellten Falle keine Gangbiegung oder Abzweigung sein darf.

Vor der ersten Benutzung sollten Sie die Falle gründlich mit Erde abreiben, damit sie Erdgeruch annimmt. Die gespannte und beköderte Falle wird ganz dicht vor die Gangöffnung geschoben, sodass Licht- und Lufteinfall in den Gang vermieden werden. Verbleibende Ritzen werden vorsichtig mit etwas Erde abgedeckt.



Stand:01.01.2005
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