Gartenpraxis Zierpflanzen Gartenpflanzen Elegant und pflegeleicht: Federgras „Engelshaar“

Elegant und pflegeleicht: Federgras „Engelshaar“

Foto: FFP 
Das Federgras "Engelshaar" ist besonders für Steingärten und trockene, sonnige Plätze eine Bereicherung

Die weißen, federartigen Blütenrispen und die haarfeinen, über­hängenden Grannen machen das Federgras (Stipa), auch Pfriemengras oder Büschelhaargras genannt, zu einem Blickfang in jedem Garten. Von den rund 20 verschiedenen Federgras-Arten sind zwei besonders hervorzuheben:

Das in Mitteleuropa heimische Echte Federgras (Stipa pennata), auch Flausch-Federgras oder Mädchenhaargras genannt, wächst wild auf Trockenmagerrasen, an sonni­gen Böschungen und Waldrändern. Da es sehr selten geworden ist, steht es heute unter Naturschutz.

Als Zierpflanze im Garten wird oft das in Mexiko und Argentinien hei­mische „Engelshaar“-Federgras (Stipa tenuissima) kultiviert. Die Pflan­zen bilden schlanke, bis zu 90 cm hohe Büschel oder „Horste“. Die nickenden Rispen sind schmal und weich und tragen etwa 5 cm lange Grannen. Sie leuchten bei Son­nen­einstrahlung auffällig weiß, was in größeren Beständen in wehen­dem Wind das eindrucksvolle Bild eines wogenden Meeres vermittelt.

Die Körner des Federgrases haben übrigens eine besondere Verbreitungsmethode: Aufgrund hoher Spannung werden sie meterweit von der Pflanze fortgeschleudert und können sich dank ihrer spiralig gedrehten Grannen und des mitgenommenen Schwungs im Fell von Tieren oder in der menschli­chen Kleidung festhaken.


Stand:01.05.2007
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