Widerstandsfähig, winterhart und dekorativ
Seit mehr als 60 Jahren werden in Deutschland Rosen geprüft
Dr. Burkhard Spellerberg |
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Anlass für „Gartenfreund“-Redakteurin Christiane Breder, sich mit Dr. Spellerberg über die Entwicklung der Rosenprüfung und speziell über die Anforderungen der ADR zu unterhalten. Denn das Bundessortenamt ist heute für diese Qualitätsprüfung zuständig.
Wie lange gibt es denn schon so etwas wie Sortenprüfungen für Rosen, und was gab damals für Wilhelm Kordes den Anlass, die Rosenprüfungen reformieren zu wollen?
Rosenprüfungen gab es schon vor dem Zweiten Weltkrieg: Am 22.6.1931 fand die erste Neuheitenprüfung im Rosarium Sangerhausen statt. Damals wurde hauptsächlich der Gesamteindruck der Rose bewertet, ihre dekorative Wirkung in der Pflanzengemeinschaft. Daraus folgten dann Empfehlungen für den Einsatz im Garten.

Foto: Noack Rosen 2011
Mit der Kleinstrauchrose ‘Heidetraum’, hier in Begleitung von Frauenmantel, hat der Züchter Noack die erste gesunde Rose geschaffen. 1990 erhielt sie das ADR-Gütesiegel. ‘Heidetraum’ wächst 70 cm hoch und 80 cm breit.
Und wie haben sich dann die Prüfkriterien im Laufe der Jahrzehnte geändert?
Um 1950 – also zu Beginn der ADR – wurden z.B. in den Sichtungsgärten noch Pflanzenschutzmittel eingesetzt, die sind heutzutage tabu. Seit dem Verbot von Fungiziden in der ADR-Prüfung ist die Widerstandsfähigkeit gegen Blattkrankheiten das oberste Ziel. Weitere Hauptkriterien sind Winterhärte, Reichblütigkeit und Blühdauer sowie der Gesamteindruck inklusive dekorativer Wirkung.
Und seit wann steht das Kriterium der Pflanzengesundheit an erster Stelle?
Schon um das Jahr 1970 gab es erste Überlegungen dazu. Doch vom Wollen bis zum Können ist es in der Züchtung oft ein langer Weg. Der Züchter Noack hat mit der Sorte ‘Heidetraum’ die erste gesunde Rose geschaffen und einen Grundstein für die Züchtung widerstandfähiger Rosensorten gelegt. ‘Heidetraum’ bekam 1990 die Anerkennung als ADR-Rose.
Stand:01.09.2011







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