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Blühende Narzissen zur Weihnachtszeit


Foto: Bakker 
Die Anzucht von Weihnachts-Narzissen im
Zimmer ist nicht schwer, hier im Bild die Sorte �Paperwhite�

Mitten im Winter blühende Narzissen, noch dazu mit betörendem Duft, das war schon eine Spezialität zu Großmutters Zeiten. Als Narcissus papyraceus (oder auch Narcissus tazetta) bezeichnet der Botaniker diese altbekannten Weihnachts-Narzissen, die in älteren Büchern auch als Bukett- oder Strauß-Narzissen bezeichnet werden. Möglicherweise liegt es daran, dass die Blüten nicht einzeln, sondern bis zu fünf Stück an einem Stängel stehen.

Die Anzucht im Zimmer ist einfach. Nicht einmal richtige Erde verlangen diese Zwiebelblumen – mit Sand, Moos oder Kies und Wasser sind sie zufrieden. Auch die Zwiebeln benötigen keine aufwändige Vorbehandlung.

In Glasschalen ist die Kultur besonders reizvoll, denn so lässt sich die Entwicklung von der Zwiebel bis zur blü­henden Pflanze miterleben. Dabei ist sogar der Blick auf die norma­lerweise verborgenen Wurzeln möglich.

Die Zwiebeln werden dicht an dicht auf eine Schicht grobe Kieselsteine gestellt und die Zwischenräume mit feinen Kieseln aufgefüllt. Sie können auch bunte Dekosteine, z.B. aus Glas, verwenden. Dann füllen Sie mit Wasser auf, und zwar nur so weit, wie die un­tere grobe Kieselschicht reicht. Die Zwiebeln selbst dürfen nicht im Wasser stehen, sonst faulen sie.

Als Standort wählen Sie einen sonnigen, nicht allzu warmen Platz. Bei zu viel Wärme und zu wenig Licht werden die Stängel zu lang und fallen auseinander. Von der Pflanzung bis zur Blüte vergehen je nach Temperatur vier bis sechs Wochen. Wer in zeitlichen Abständen pflanzt, hat blühende Weihnachtsnarzissen bis in den Frühling hinein. Die Zwiebeln sollten dann aber in der Zwischenzeit an einem kühlen Ort gelagert werden.

Für alle Blumen-Liebhaber, die den süßlichen, starken Duft der Weih­nachts-Narzisse bisher nicht ertragen konnten, gibt es jetzt neue Sor­ten, wie z.B. ’Inbal’, ‚’Ziva’ oder ’Sheleg’, mit reduziertem oder fehlendem Duft. Diese Neuheiten eignen sich auch für Schlafräume.

Eines unterscheidet die Weihnachts-Narzissen aber von den ty­pischen Frühlingsnarzissen schon: Sie sind nicht winterhart und ­deshalb für Freilandbeete nicht geeignet.

Leider sind die Weihnachts-Narzissen, vor allem die neuen Sorten, wie z.B. ’Paperwhite‘, im Handel selten zu bekommen. Eine Auflistung über Bezugsquellen der Neuheiten erhalten sie ge­gen einen frankierten und adressierten Rückumschlag von Gärtnermeister Senn, Postfach 1272, 71655 Vaihingen/Enz, oder über info@wesilaun.de

Maurus Senn


Stand:01.12.2006


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