Kleingartenwesen Aktuelles, Trends, Geschichtliches Quo vadis? – Kleingärten im ländlichen Raum

Quo vadis? – Kleingärten im ländlichen Raum

Foto: LV Schl.-Holstein der Gartenfreunde 
„Mehr als ein Kleingärtner kann ein Mensch nicht werden!“ So ist es richtig, positiv provozieren führt zum Erfolg!
Schleswig-Holstein ist ein Bun­des­land mit viel Perspektive. Im Moment gehört es zwar noch zu den stärksten „Nehmer- ländern“ im Länderver- bund, das soll sich aber bald ändern. Als Flächen- land ist es geprägt durch Agrarwirtschaft: Der Anbau von Mais in Mo­nokultur zur Gewinnung von Biogas nimmt stark zu. Ölfrüchte wie Raps z.B. bilden weitere starke Kul­turen in unserem Bundesland. Im südwestlichen Teil befindet sich eins der größten zusammenhängenden Baumschulgebiete der Welt. An der West- küste wird viel Gemüse, in erster Linie Kohl in ver­schiedenen Sorten, angebaut.

Dennoch haben Kleingarten­anlagen in Schleswig-Holstein ei­ne echte Chance. Und das nicht nur in der Stadt oder in der Nähe von Städten. Hier ist es natürlich einfa­cher, denn eine Klein- gartenanlage lebt von den Menschen, die diese bewirtschaften und pflegen.

Was passiert aber, wenn diese Menschen alt werden und ihren Klein­garten nicht mehr bewirt­schaf­ten können? Was passiert, wenn nicht ausreichend neue Gartenfreunde gefunden werden, um die frei gewordenen Parzellen neu zu besetzen? Wo ausreichend Ar­beitsplätze angeboten werden und das Wohnungsangebot entsprechendes Klientel zulässt, wird das Gärtnern sicher eine Zukunft finden.

Kleingärten im ländlichen Bereich oft kein Thema
In Potsdam ergab 2009 ein Kleingärtnerkongress viele brauchbare Hinweise zum Erhalt und zur Festigung des Kleingartenwesens in der Stadt. Was aber mit den Kleingärtnervereinen und deren Flächen im ländlichen Bereich passieren wird, wurde nicht ange- sprochen.

Nicht nur für Schleswig-Holstein sind die Begriffe „Entleerung der Fläche“ oder „Landflucht“ von Bedeutung. Gerade in den östlichen Bundesländern sind diese Proble­me wirklich schwerwiegend. Und so fand im November 2010 ein Expertengespräch in Berlin zum Thema: „Umbau von Kleingartenanlagen mit umweltbildendem Hintergrund“ statt. Hier konnten die teilnehmenden Landesver- bände ihre Probleme ansprechen und Erfahrungen dazu austau- schen: Was bleibt, wenn kein Kleingärtner mehr da ist? Was kommen noch für Probleme, wenn nicht rechtzeitig gehandelt wird?



Stand:01.02.2011
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